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Erleben Sie den Hotzenwald mit all seinen landschaftlichen Idyllen und Sehenswürdigkeiten

Das wildromantische Murgtal im Hotzenwald

Das Murgtal ist eines der schönsten Schluchtentäler des südlichen Schwarzwaldes. Bei Wanderern ist es wegen seiner Urwüchsigkeit und Unberührtheit sehr beliebt. Die romantische Murgtalstrecke wurde von 1867 bis 1869 gebaut und noch bis 1913 als direkteste Verbindungsstraße von Murg nach Herrischried täglich von der Postkutsche befahren. Insgesamt vier Felsentunnel, durch welche die Strecke durch das enge Tal geführt wird, geben ihr ein stark malerisches Gepräge.

Postkutsche für den Hotzenwald

Von 1878 bis 1913 galt die Strecke entlang des Murgtales als wichtiger Verbindungsweg zwischen Rheintal und Hotzenwaldregionen. Die Postkutsche pendelte täglich – ab 1902 sogar zweimal täglich – von Murg nach Herrischried und zurück. Danach wurde das Gefährt aus dem Verkehr gezogen und durch die «Kraftpost» ersetzt. Diese fuhr allerdings nicht mehr durch das Murgtal, sondern auf der Hotzenwaldstraße.

Nützliche Wasserkraft seit Jahrhunderten

Die Länge der Murg wird unterschiedlich angegeben. Sie entspringt bei Lochhäuser etwa 1000 Meter über dem Meeresspiegel und ist 22 Kilometer lang.

Schon bald hat man den Wert des Wassers erkannt. Das Gefälle der Murg im Talkessel wird von Hottingen bis zur Mündung in den Rhein mit 390 Metern angegeben. Die Wiekartsmühle wurde 1339 das erste Mal erwähnt. Die erste Sägemühle wurde 1538 erbaut. 1920 waren an der Murg bereits vierzehn Wasserräder oder Turbinen angeschlossen.

1856 wurde in Murg die Firma Hüssj und Künzi gegründet. Sie brachte den Leuten Arbeit und Brot. Mit dem, auf einer Länge von ungefähr vier Kilometern, in Kanälen abgeleiteten Wasser wurden vier Turbinen angetrieben die den für die Maschinen benötigten Strom erzeugten.

1897 baute die Firma Berberich zwischen Hottingen und der Lochmühle einen Stausee und ein Kraftwerk mit einer Turbinenleistung von 100 PS. Der Kanal besaß eine Länge von 1000 Metern, sowie 45 Meter Gefälle. Das Werk lief jährlich gut 3000 Stunden.  

Strom aus Wasserkraft

1898 wurde das Kraftwerk Rheinfelden in Betrieb genommen.
1908 ging das Kraftwerk der Fa. Zell-Schönau in Hottingen in Betrieb.
1914 nahm das Kraftwerk Laufenburg die Stromerzeugung auf.
Ab dieser Zeit erlebte die Wirtschaft am Hochrhein einen gewaltigen Aufschwung.

Die Lochmühle

Die Lochmühle, wurde schon im 14. Jahrhundert erwähnt. Die Mühle wurde wieder restauriert und kann besichtigt werden. Ein Chronist berichtet: «Während des Krieges fuhren wir mit dem Handwagen und Getreide zur Mühle. Der damalige Müller Wolf war auch bereit ein Teil des Getreides ‹schwarz› zu mahlen. Was in dieser Notzeit sehr von Nutzen war.»

Burgruine Wieladingen

Die Burgruine Wieladingen liegt auf der Gemarkung Willaringen, welche zur Gemeinde Rickenbach gehört. Sie erhebt sich auf einem schmalen Felsplateau, ungefähr 90 Meter über der Murg.

Die Burg ist im 12. Jahrhundert in zwei Abschnitten erbaut worden. Es gibt in den Büchern verschiedene Angaben über die Besitzer und Bewohner der Burg. Ab 1240 hatten die Edlen von Wieladingen ihren Wohnsitz auf der Burg.

Im Buch des Kreises Waldshut steht folgendes geschrieben:
»Am Südhang des Hotzenwaldes erhebt sich auf steiler Anhöhe das Harpolinger Schloß. Im 13. Jahrhundert war es anscheinend Sitz der Edlen vom Stein, die das Stift-Säckingische Meieramt im Rheintal verwalteten. Nach Verarmung des Geschlechts und Absinken ins Raubrittertum verfiel die Burg. Auch sie dürfte den Bauernkrieg nicht überstanden haben.«

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